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Nichtsdestotrotz. Was für ein wunderschönes Wort.

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Manchmal Pathos, manchmal Leben.
Von der Kunst, aus Tränen Farbe zu machen und damit die Seele zu streichen.

Das ist das Battle zwischen mir und dem Typen, der die Zukunft vertickt.
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xo

Dich küssen obwohl da nichts mehr ist.
Deine Arme um mich trotzdem genießen.
Noch nie hab ich mich so gequält wenn es um Berührungen ging.
Wissen, dass es nicht richtig ist und es trotzdem tun.
Standhaft bleiben. Bis zum letzten Moment.
Dann doch nachgeben. Einfach nachgeben.

Ich weiß nichts. Ich weiß es einfach nicht.
Und weil du das weißt, hast du deine Chance genutzt.

Richtige Küsse im falschen Moment. Oder andersrum?
1.5.10 10:00


Radar Detector. You are a radar detector.

bestes festes Lied.
Beste feste gute Laune damit.

zuckersüßes Video.






Gestern erstes Foto von der Polizei bekommen.
Ich seh schon schick aus, so in schwarz-weiß-verschwommen.
Ich bin eben rasant.
1.5.10 11:25


Nur ein paar Buchstaben.
Nur kleine Worte.
Und alles lebt wieder in mir.
Jeder Gedanke an Dich.
Alles was dich imme so in Frage gestellt hat.
Was dich für mich real gemacht hat.
Es ist genauso aussichtslos wie vorher.
Nur schlimmer, es ist wieder da.

Versteckte Gedanken.
Worte als Schlüsselreiz.

Vielleicht aber auch die Chance diesmal zu verarbeiten.
Diesmal alles wirklich zu durchdenken.
Es einzusehen.

Hoffnung. Hoffnung. Hoffnung.
5.5.10 19:10


Erinnerungen

Haben heute darüber gesprochen, welche Art von Erinnerungen wir unseren Kindern einmal erzählen würden.

Ich würde davon sprechen, wie dieser Mann mit dem größten Herzen, das ich kenne, mit mir durch den Garten gerannt ist. Wie wir Fangen gespielt haben, obwohl seine Knochen schon alt waren. Nur sein Geist und sein Herz nie.
Wie er mir das Rechnen beigebracht hat.
Wie er mir Gechichten vorgelesen hat und dabei Rotkäppchen und den Wolf mit unterschiedlichsten Stimmen darstellte.
Wie ich meinen Kopf auf seinen kugligen Bauch gelegt habe und darüber gelacht habe, wie dieser geblubbert hat.
Wie wir durch die Wiesen und Wälder spazieren gegangen sind, als würden wir sie zum ersten Mal erforschen.
Wie er mir beigebracht hat welche Früchte und Samen zu welchem Baum gehören. Warum es regnet, warum das Gras so grün war, wie die Fische im Wasser atmen konnten...

Dass dieser Mensch mir diese Welt gezeigt hat, das heute noch tut, obwohl er sie selbst meist nicht mehr versteht.


Aber in diesen Erinnerungen wärst du nicht.
Du wärst einfach nicht da. Vielleicht kommst du irgendwann wieder. Aber jetzt bist du einfach nicht mehr da.
Es hat dich mir genommen. Irgendwann bist du einfach gegangen, dein Herz.
5.5.10 19:30


fremd sein.

Wenn ich nachts in deinen Armen lieg, in denen ich eigentlich nichts mehr zu suchen hab und du sagst
"wie kann man sich so fremd und doch so nah sein..."
und ich mich sanft etwas näher an dich drück, dir nur noch ein stück näher komm.
um dich zu fragen "wieso fremd?" obwohl ich die Antwort weiß.
weil wir doch so verschieden sind.
nicht nur moralisch. in allem.
nur unter uns beiden funktioniert es.
aber das ist kein Dauerzustand.
nur bei dir sein, um nicht irgendwo anders zu sein.
bei dir sein um deine Arme um mich und die sanften Küsse zu fühlen.
Nicht mehr und erst recht nicht weniger.

wir mögen uns. nicht weniger und erst recht nicht mehr.
8.5.10 15:32


Ein Ende, ein Anfang.

Seit fast einer Woche weiß ich es nun.
Und mindestens genauso lang suche ich schon nach den Worten.
Worte, die diesen, deinen, ersten Schritt beschreiben können.
Ich habe noch immer nicht ganz verstanden was er bedeuten könnte.
Ich will es auch nicht. Noch zu viel Angst vor der Entäuschung, vor deinem Versagen. Angst wieder dort zu landen wot wir schon einmal waren.

Vor einer Woche hast du zum ersten mal eingesehen.
Du hast überhaupt irgendwas wieder klar gesehen.
Du hast gesagt "Ich bin krank. Und ich muss das beenden. Jetzt oder nie."
Du hattest Tränen in deinen sonst so leeren Augen.
Und für einen Moment war all meine Wut vergessen.
Nur noch Hoffnung. Nur noch Zuspruch für dich.
Sogar Sätze wie "Wir schaffen das zusammen.."
Die eigentlich schon längst aus meinem Wortschatz verschwunden waren.

Und heut war es soweit.
Ich hab mich nicht von dir verabschiedet. Ich konnte nicht.
Entgiftung in der Klinik. Danach vielleicht eine Therapie.
Was für ein passendes Wort.
Gift.. Gift war das tatsächlich.
Das was dich so leer gemacht hat und mich so wütend.

Ich weiß, dass viele 8 oder mehr Entgiftungen hinter sich haben bis sich entscheidet ob sie es packen oder nicht.
Daher die Angst.

Aber allein, der Moment, dass du es eingesehen hast. Zum ersten mal seit 20 Jahren.
Und das dort dein Wille war.

Du hast Angst. Das weiß ich.
Ich werde dich morgen besuchen.
Ich werde dir zeigen, dass es okay ist.

Ich hab das Gefühl als könnte ich dir vielleicht irgendwann verzeihen.
Das habe ich vorher nie glauben wollen.

Aber wie sollte ich dich jetzt im Stich lassen?
Bitte nimm mir meinen Glauben nicht.
Bitte sei stark. Wenigstens für dich.

"Lights will guide you home."
17.5.10 17:31


Anders schlecht...

Auf der Glastür zum Eingang der Station klebt eine Art Folie. Sie zeigt Bäume und eine Sonne, die durch die selbigen hindurch scheint.
Beim hineingehen in diesen "Wald" lese ich das kleine Schild "Psychiatrie / Suchtkranke ".
Etwas macht mir Angst.
Etwas in mir wehrt sich ganz stark.
Ich bin allein und wünschte so jemand wäre bei mir, der meine Hand nimmt.
Der vorher einen Blick hinein wirft um zu sagen was mich erwartet.
Ich wäre gern nur halb so erwachsen in diesem Moment.

Also gehe ich den Flur entlang, es wirkt irgendwie warm.
Die Schwester zeigt mir freundlich dein Zimmer.
Besuch gibt es hier selten.

Ich öffne also langsam die Tür.
Und ein kleiner Hauch Elend sitzt vor mir auf dem Bett.
In diesem sonst so kargen Zimmer wirkst du noch kälter, noch ärmer, noch mehr von alle dem was du sowieso schon immer warst.
Aus nichts wurde noch weniger Nichts.
Deine Augen begrüßen mich.
Deine Hände zittern.
Deine Schmerzen mit Tabletten gestillt.
Sie betäuben dich.
Deine Worte sind langsam, sie sind nur halb, du bist nur halb.
Aber ich gehe damit um. Ich rede.
Ich rede mich aus meiner Ohnmacht heraus.
Nicht dein Geist war müde, dein Körper, deine Worte waren es.
Mit weicher Hand nimmst du eine Zigarette.
Als würdest du dich an ihr festhalten, so liegt sie in deiner Hand.
Draußen auf dem Balkon steckst du sie dir an.
Deine Augen sprechen immer mehr zu mir.
Ein älterer Mann kommt zu uns. Er raucht.
Er redet. Er zittert. Er spricht zu mir.
Er säuselt. Er fragt mich Dinge, er weiß dass ich deine Tochter bin.
Und ich, ich versuche so behutsam zu reden wie ich nur kann. Doch die Angst drückt meine Stimme.
Ein zweiter Mann kommt. Recht Jung.
Sein zitternder Gang setzt sich über zitternde Gliedmaßen fort. Er Spricht nicht.
So stehen wir dazwischen.
Zurück auf deinem Zimmer erzählst du mir noch ein wenig von den Dingen, die du mir zuvor schon einmal erzählt hast.
Aber ich lasse dich gewähren. Rede nur. Rede bitte.
Und so vebringst du deine Stunden. Mit Schlaf. Mit Ruhe.
Du sagst, du hast etwas Angst vor den anderen. Sie seien unheimlich und ich verstehe dich gut.

Nach so vielen Jahren.
Nach so viel Wut.
Empfinde ich Mitleid mit dir. Wahrhaftiges Mitleid.
Ich umarme Dich.
Deinen schwachen, zittrigen Körper.

Ich gehe.
Heute bekommst du wieder Besuch.
Fast jeden Tag.
Egal wie sehr du sie alle verletzt hast, jetzt sind sie da.
Für Dich.

Am ende des Tages steht er in meiner Tür und sagt
"Irgendwie fehlt sie mir schon."

Und ich weiß was er meint.
...
19.5.10 14:38


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